Wie bereite ich mich und mein Fahrrad am besten auf eine längere Fahrradtour vor? Nach tausenden von Kilometern, die ich Rad fahrend absolviert habe, kann auch ich diese Frage nicht allgemeingültig beantworten, denn je nach dem, wohin und wie lange die Tour dauern wird und in welcher körperlichen Verfassung man selbst ist, sind auch die nötigen Vorbereitungen recht unterschiedlich. Es kommt z. B. darauf an, ob man bei einer mehrtägigen Tour eine Übernachtung organisiert hat oder zusätzlich ein Zelt und einen Schlafsack mitnehmen muss. Fakt ist: je schwerer das Gepäck, desto anstrengender wird auch die Tour.
Deshalb sollte man wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Unbedingt sollte man dabeihaben:
- Luftpumpe, Flickzeug und Ersatzschlauch
- Karten und Navigationsgeräte
- Mobiltelefon
- 2x Wechselkleidung, wobei man sich natürlich am Wetterbericht orientieren sollte
- Getränke und energiereiche Nahrungsmittel für unterwegs
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
- und für alle, die irgendwo im Freien übernachten möchten: Insektenschutz.
Das gesamte Gepäck sollte man so auf dem Rad verstauen, dass es beim Radeln nicht stört. Am besten also hinten auf einem Gepäckträger oder in einem kleinen Reiseanhänger. Ob Gepäcktaschen oder Anhänger: sie sollten auf jeden fall wasserdicht sein, denn ein kleiner Regenguss reicht, um den gesamten Proviant und die Kleidung zu durchnässen. Und leider sind die Fahrradstellplätze an Gaststätten unterwegs nicht mit Markisen o. ä. überdacht, sodass man sich bei einem überraschenden Regenguss zwar selber ins Trockene retten kann, das Fahrrad und das Gepäck aber leider nicht.
Wer erst noch Erfahrung mit Fahrradtouren sammeln muss, schließt sich am besten zunächst einer Gruppe an und beginnt mit Tagestouren auf registrierten Radwanderwegen. Wenn sich der Po an den Sattel gewöhnt hat, kann man sich auch auf längere Touren wagen. Die Fahrradausstattung sollte auf jeden Fall der Straßenverkehrsordnung entsprechen, denn sonst hat man im Falle eines Unfalls evtl. keinen Versicherungsschutz. Wichtig ist hier natürlich auch, sein Fahrrad immer anzuschließen.